Wenn Sie schon immer wissen wollten, warum die Hochzeitsautos so viel Lärm machen oder es unbedingt eine Hochzeitstorte geben sollte, dann lesen Sie fleißig weiter – nicht dass Sie am Hochzeitstag dumm dastehen.

Was macht die Brautjungfer?

Der Tradition nach stammt die Brautjungfer aus der Verwandtschaft der Braut. Gibt es in der Familie jedoch keine unverheirateten Frauen, kann auch die gute Freundin einspringen. Bei einer kirchlichen Hochzeit führt sie den Brautzug an, sie begleitet die Braut auf ihren ersten Schritten in die Ehe. Das Brauchtum der Brautjungfer entstand im finsteren Mittelalter; als noch die Angst vor Geistern und Dämonen umging. Man befürchtete, die Braut könnte kurz vor der Eheschließung von bösen Geistern entführt werden.

Dem wollte man nun vorbeugen, indem die Brautjungfern dieselbe Kleidung trugen wie die Braut, um so die Geister von der wahren Auserwählten abzulenken. Doch nicht nur gegen die Boten aus dem Jenseits war dies ein wirksamer Brautschutz, auch zurückgewiesene Anbeter und lüsterne Schlossherren, die auf ihr Recht der ersten Hochzeitsnacht pochten, sollten mit dieser Taktik verwirrt werden.

Heutzutage haben die Brautjungfern eher praktische Aufgaben. Sie unterstützen die angehende Ehefrau, indem sie die Schleppe tragen, den guten Sitz des Brautkleides kontrollieren und die Accessoires wie Blumenstrauß und Handschuhe halten, wenn die Braut freie Hand benötigt.

Des weiteren werden der Brautjungfer auch buchhalterische Fähigkeiten abverlangt, ihre Aufgabe ist es, genau zu notieren, welches Geschenk von welchem Gast stammt, damit das frischgetraute Paar nach der Hochzeitsreise die Möglichkeit einer persönlichen Danksagung an alle Schenkenden hat. Und natürlich gibt sie der Braut ein Gefühl von Sicherheit während des turbulenten Tages. Dass trotz all der Pflichten und Aufgaben die Position der Brautjungfer stets hart umkämpft war, mag vielleicht an der alten Überlieferung liegen, dass diejenige, die den fliegenden Brautstrauß fängt, selbst innerhalb eines Jahres vor den Traualtar tritt.

Warum eine Hochzeitstorte?

Der Hochzeitskuchen gilt als Symbol der Fruchtbarkeit. Wer auf Tradition Wert legt, backt ihn aus Mehl, Mandeln, Honig und Gewürzen.

Die mehrstöckige Hochzeitstorte entwickelt sich aus einem englischen Brauch: Alle Hochzeitsgäste brachten früher verschiedene Kuchen mit, diese wurden übereinander gestapelt, bis sich ein hoher Turm gebildet hatte. Das Brautpaar musste versuchen, sich über diesen Berg hinweg zu küssen.

Scheppernde Dosen an der Stoßstange des Hochzeitsautos

Damit die Geister, die vor der Kirche herumlungern, dem Brautpaar nicht folgen, werden scheppernde Dosen an die Stoßstange des Hochzeitsautos gebunden.

Schleierabtanzen

Dabei entscheidet sich, wer die nächste Braut sein wird. Das Brautpaar begibt sich um Mitternacht nochmals zum Tanz, andere Paare folgen. Die noch ledigen Damen bemühen sich nun, ein Stück des Schleiers zu erhaschen. Die erste, die das begehrte Stück erwischt, wird als nächste in den Ehehafen einfahren.

Die Braut über die Schwelle tragen

Weil böse Geister besonders gern an der Tür lauern, trägt der fürsorgliche Ehemann seine Frau über die Schwelle - oder lässt sie selbst darüber springen.

Brautstrauß über die Schulter werfen

Die frisch gebackene Ehefrau wirft Ihren Hochzeitstrauß über die Schulter nach hinten. Die Dame, die ihn fängt, wird die nächste Braut sein.

Wer behält die Oberhand?

Auf dem Weg zum Altar soll die Braut ihrem Liebsten auf die Schuhe treten, dann ist ihr die Oberhand sicher. Kniet der Bräutigam beim kirchlichen Segen auf dem Kleidersaum der Braut, steht ihm die Vorrangstellung zu. Wessen Hand beim Anschneiden der Hochzeitstorte obenauf liegt, der steht garantiert nicht unter dem Pantoffel.

Vier Gegenstände

Genau vier Gegenstände soll die Braut einem alten englischen Brauch nach mit sich führen: „Something old, something new, something borrowed, something blue.“ Das Alte und das Neue stehen für den Übergang in ein neues Leben, das Geliehene für das Glück, und die Farbe Blau für die Treue und Beständigkeit in der Partnerschaft. Das Alte könnte der Schleier der Brautmutter, das Neue ein Schmuckstück, das Geliehene ein Täschchen von einer Freundin und das Blaue ein neckisches Strumpfband sein.

Rosmarienzweig

Nach der Trauzeremonie soll das Ehepaar einen Rosmarinzweig in die Erde stecken und man erwartet eine glückliche Ehe, wenn dieser anwächst.


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